Heute ist Maria Lichtmess oder bei den Kelten das Fest der Brigid, Imbolc. Auch wenn noch Winter ist, so zeigt sich das Licht doch immer mehr. Wärmt uns und beflügelt uns.
Hier in Wuppertal ist das Licht heute ganz magisch. Der Himmel ist grau und die Sonne ist so hell dahinter. Es schenkt uns eine diffuse Stimmung, die heilig ist. So als wäre man in einem unendlichen Raum. Und dieser Raum schenkt uns alle Möglichkeiten. Hier ist die Zeit nicht linear, sondern allumfassend und gleichzeitig nicht da. Hier öffnet sich das Paradoxe und damit die Magie.
Ich spüre immer mehr, wie sich Dinge verbinden, die lange Zeit getrennt waren und doch zusammen gehören.

Seit einigen Tagen schreibe ich fast täglich an meinem Buch. Lange lag es in der Schublade, weil ich es selber in eine Schublade gesteckt hatte und es sich so schwer anfühlte. Weil ich es linear geschrieben habe, wo es doch in der Weite zu Hause ist. Poesie macht sich breit. Ich weine viel, ich vermisse, heile, liebe, verbinde, lache. Ein Buch über den Tod, den Abschied, die Liebe. Farbpoesie und Wortpoesie die zart und doch immer kraftvoller sich öffnet. Manchmal ziehen mich die Gedanken in den tiefsten Abgrund, in die schwärzeste Dunkelheit, um mich dann wieder ins Licht zu katapultieren, einen leuchtenden Schweif hinter mir entfachend.
Jede geheilte Gesichte wird heilig und zum Segen für alle. Jeder von uns trägt diese Geschichten. Es ist Zeit, sich wieder zu erinnern, wie heilsam es ist, gemeinsam am Feuer zu sitzen, Erlebnisse zu teilen, aufzulösen, Neues zu weben, aus der Asche sich zu erheben.

Für mich sind es gerade die vielen, kleinen Alltagsrituale, die meine Seele so sehr berühren und meinen Atem weit werden lassen. Und diese Rituale wieder für sich zu entdecken und eigene Rituale zu kreieren, lässt uns heilen und uns lebendig spüren. So freue ich mich auf eine magische, kreative, heilsame Seelenmagie-Ausbildung mit dem Zauber von Ritualen und Gebeten. Und ich weiß, das Wort Gebete stösst einige ab. Doch sich gerade damit zu versöhnen öffnet neue Räume. Denn Gebete sind nicht an die Kirche gebunden. Gebete sind heilsame Anrufungen und Verbindungen mit dem Göttlichen oder einfach der universellen Energie des Lebens und der Liebe.

Blume des Winters
Achtsam wiegt sie sich
In den Blüten der Liebe
Umhüllt – nährt – segnet
Erfüllt Dein Leben mit sanfter Freude
Zuversicht durchströmt Dein Herz
Und die Blumen des Winters
Öffnen sich dem neuen Licht

Lade das Licht ein. Heiße das Licht willkommen. Alles wird heller, wenn wir uns und alles um uns herum reinigen.
Aufräumen, putzen, sauber machen – lass es zu einem magischen Akt werden.

Im Alltag Poesie finden. Das ist jederzeit möglich. Nicht nur Spiritualität auf dem Meditationskissen, sondern auch beim Abwasch und beim Austausch mit der Nachbarin. Geschichten erzählen, lachen, den Kindern winken.

Reinige Dich, Deinen Körper. Salz auf Deiner Haut. Nebel lösen sich auf, Dein Energiefeld wird hell und zart.
Salz in Ecken streuen und die Dunkelheit dann ausfegen.
Lachen. Spielen. Spüren, wie alles sich lichtet.

Sowieso viel Lachen. Räume mit Klang erfüllen und schon werden sie hell.
Weißt Du noch als Kind? Wie haben immer gesungen, wenn wir im Keller etwas holen mussten. Geister verbannt mit Lachen und Gesang. Wir wussten, was zu tun ist. Weise Intuition.

Schmecke das Licht.
Lass feine Düfte zum Himmel schweben. Und es wird hell, hell, hell.
Vielleicht ein wenig Weihrauch, Rosmarin, Salbei, Eukalyptus, Fichtennadeln oder Zimt? Einfach der Nase nach, Deiner Nase, denn diese ist direkt vor Dir.

Alltagsmagie entfachen. Lebendigkeit spüren.
Samen sanft wachrütteln, besingen. Sich trauen, die eigenen Töne wieder erklingen zu lassen. Summen ist ein lichtvoller Anfang und lalala.
Lalalala lässt leicht werden und hell. Und oft ein Lachen folgen.

Komm wir tanzen zusammen im Licht. Nimm meine Hand und wir drehen uns so lange bis wir lachend zu Boden sinken.
Oben und unten vermischen sich und es ist hell.

Mit einem herzlichen Lachen. Deine

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